News: WIRinfo berichtet über REMAR Schweiz – Hilfe, wo sie wirklich gebraucht wird

News: WIRinfo berichtet über REMAR Schweiz – Hilfe, wo sie wirklich gebraucht wird

In der November-Ausgabe 2025 des Magazins WIRinfo ist ein ausführlicher Artikel über die Arbeit von REMAR Schweiz erschienen. Wir freuen uns sehr über diese Berichterstattung, denn sie zeigt auf eindrückliche Weise, wie wichtig unsere tägliche Arbeit für armutsbetroffene und sozial verletzliche Menschen in der Schweiz ist – insbesondere für Seniorinnen und Senioren, die von Altersarmut betroffen sind.

Der Artikel beschreibt, wie REMAR Schweiz im Zürcher Oberland und darüber hinaus wirksame Hilfe leistet und betont dabei sowohl die soziale Not vieler Menschen als auch die Vielfalt unserer Angebote. Altersarmut ist ein wachsendes Thema: Laut WIRinfo leben in der Schweiz über 200’000 Rentnerinnen und Rentner unter der Armutsgrenze, weitere 100’000 sind davon bedroht. Zudem beziehen 350’900 Menschen Ergänzungsleistungen – ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele ältere Menschen grosse Mühe haben, finanziell über die Runden zu kommen.

Konkrete Hilfe, wenn Menschen keinen Ausweg sehen

Der Artikel erzählt die Geschichte von Frau Gut aus Uster, einem eindrücklichen Beispiel dafür, wie schnell Menschen im Alter in Not geraten können. Nachdem sie ihr Geschäft verlor und in Depressionen fiel, blieb ihr schliesslich nur ein kleines Hotelzimmer. Ein Zustand, der sie sozial isolierte und keine Perspektive bot.

Als klar wurde, dass das Sozialamt kein Budget für einen Umzug hatte, sprang REMAR Schweiz ein. Wir organisierten den gesamten Umzug und richteten der Seniorin mit Möbeln aus unseren Brockenhäusern eine kleine Wohnung ein, die ihr wieder Würde und ein Zuhause zurückgab.

Solche Fälle sind für uns leider keine Ausnahme, sondern Realität. Die Nachfrage nach Unterstützung steigt – und genau deshalb ist unsere Arbeit so wichtig.

Bekannt aus der Suchthilfe, heute stark im Kampf gegen Altersarmut

Der WIRinfo-Artikel beleuchtet zudem die Wurzeln von REMAR. Die Organisation wurde 1982 in Spanien gegründet und ist heute in rund 70 Ländern aktiv. International ist REMAR vor allem für die 18-monatige, nachhaltige Suchthilfe bekannt, die in drei Phasen verläuft: Entzug, soziale Integration und Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben.

Auch Paulo Oliveira, Geschäftsführer von REMAR Schweiz, begann seinen Weg als Teilnehmer des Programms, bevor er selbst zum Teammitglied und später zur Leitung wurde. Seine persönliche Geschichte zeigt, wie stark gelebte Nächstenliebe und echte Solidarität wirken können.

In der Schweiz konzentriert sich REMAR heute stärker auf Altersarmut und soziale Notlagen, betreibt aber weiterhin Wohnplätze für suchtbetroffene Menschen in den Phasen zwei und drei sowie soziale Unternehmen, die zur Finanzierung beitragen – darunter Brockenhäuser in Basel und Wetzikon und ein Umzugs- und Räumungsservice.

Lebensmittelpakete für rund 1'000 Menschen im Zürcher Oberland

Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist die wöchentliche Verteilung von Lebensmittelpaketen. Laut WIRinfo unterstützt REMAR Schweiz in Zusammenarbeit mit zwölf Gemeinden und der Organisation Tischlein deck dich rund 1’000 Personen pro Woche. Die Pakete enthalten frisches Gemüse, Reis, Teigwaren und Hygieneprodukte. Viele ältere Menschen können diese nicht mehr selbst abholen – ihnen liefern wir sie direkt nach Hause.

Für manche ist dieser Besuch das einzige persönliche Gespräch der Woche, wie Paulo Oliveira im Artikel betont.

Neue Projekte: Plattform für direkte Hilfe

Der WIRinfo-Beitrag stellt auch unser zukünftiges Projekt vor: den Aufbau einer digitalen Plattform, auf der Menschen in Not konkrete Bedürfnisse eintragen können – ein Rollstuhl, ein Tisch, Kinderbetten – und Spenderinnen und Spender ihnen direkt helfen können.

Geplant ist, dass die Plattform bis Ende des Jahres 100’000 Menschen erreicht. Der Aufbau kostet rund 200’000 Franken, weshalb REMAR Schweiz auf Unterstützung angewiesen bleibt.

REMAR hilft – in der Schweiz und weltweit

Der Artikel erinnert daran, dass REMAR international auch in der Not- und Katastrophenhilfe aktiv ist, u.a. in der Ukraine, in der Türkei oder in Burkina Faso. In der Schweiz sammeln wir zudem funktionstüchtige Fahrräder, die nach Westafrika verschifft werden – ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft und internationale Solidarität.

Wir danken WIRinfo für den wertvollen Beitrag

Der Artikel zeigt die vielschichtige Arbeit von REMAR Schweiz und macht die soziale Realität sichtbar, der viele Menschen täglich begegnen. Wir danken WIRinfo herzlich für die Berichterstattung und dafür, dass sie ein Licht auf die wachsende Altersarmut und die dringende Notwendigkeit solidarischer Unterstützung werfen.

REMAR hilft dort, wo Hilfe wirklich gebraucht wird – schnell, unkompliziert und nachhaltig.

Spenden
E-Mail: info@remar.ch
Telefon: (CH) +41 58 255 55 80